10. Januar 2018

Südtirol Herbst 2014

Südtirol 28.09. - 13.10. 2014

Sonntag, 28.09.  Ansfelden - St. Josef am See bei Kaltern
gefahrene km 450 Fahrzeit 5 Std. 40 Min.

In der Früh kurz vor 7 Uhr bei Sonnenschein und 10 Grad plus machen wir uns auf den Weg nach Südtirol.
Obwohl  von uns nicht allzu weit ,war es nie ein Urlaubsziel für uns.
Wir kommen schnell voran, nur die Sonne verschwindet allmählich und ab Mondsee ist Nebel unser Begleiter.
Bis nach dem Chiemsee fahren wir im Nebel.


Aber auf der Inntalautobahn ändert es sich mit einem Schlag, es wird sonnig und Schloß Tratzberg grüßt hoch über dem Inntal.


Links der Autobahn liegt Volders mit der schönen Karlskirche. Gerne würden wir einen Blick hineinwerfen, aber wir müssen weiter.


Ab der Brennerautobahn nimmt der Verkehr zu, aber wir haben freie Fahrt Richtung Süden.
Auf der Gegenseite Richtung Norden staut es kilometerlang und der Verkehr kommt teilweise zum Erliegen.


Problemlos passieren wir die italienische Grenze , bald darauf kommt Kloster Säben in Sicht.


Frau Navi hat heute gute Arbeit geleistet und wohlbehalten erreichen wir unser Ziel den CP Gretl am See in St. Josef bei Kaltern.


Das Einchecken geht schnell und problemlos, wir haben zwar reserviert aber unseren Platz können wir uns aussuchen.
Wir entscheiden uns für einen in der Nähe des Sanitärgebäudes.


Nachdem wir uns häuslich eingerichtet haben erkunden wir den Platz.
Die Lage am See gefällt uns gut, der Platz ist voll ausgelastet, gut das wir reserviert haben.


Dann sind die Sanitäranlagen an der Reihe, wir betreten das schmucke Gebäude


Die Waschbecken


und die Duschen sind gepflegt und sehr sauber


ebenso die Spülbecken, da gibt es nichts zu meckern.


Unser Spaziergang endet am Schwimmbad, umgeben von einer herrlichen Bergkulisse, liegt es einsam zu unseren Füssen.


Am Abend spazieren wir zu einem Heurigen. Der Weg führt uns mitten durch die Weingärten  mit schönen Ausblicken auf  die Berge und den See.


Vorbei am kleinen Kirchlein St. Josef aus dem 17. Jh., leider nur bei Messen zu besuchen, erreichen wir den Heurigen.


In geselliger Runde beenden wir unseren ersten Tag in Südtirol, der uns sehr gut gefallen hat.

Montag, 29.09.

Lana bei Meran, CP Arquin

gefahrene km ca. 100

Heute besuchen wir unsere Freunde in Lana. Es herrscht wenig Verkehr und so sind wir schnell in Lana und dem CP Arquin. Unsere Freunde erwarten uns schon an der Schranke. Die Wiedersehensfreude ist groß.
Wir erkunden erst mal den CP und die Sanitäranlagen. Beides gefällt uns sehr gut. Dann fahren wir nach Meran. Nach einigem Suchen finden wir eine Parkgelegenheit und so steht einer Besichtigung nichts mehr im Wege.
Über die Passer spazieren wir in die Stadt.


Die Meraner Altstadt ist überschaubar und zu Fuß gut zu erkunden. In einer der schmalen Gässchen macht man Musik auf Weingläsern. Wir hören eine Weile zu.


Aber wir wollen in die Laubengasse mit ihren schattigen Arkadengängen.


Es herrscht schon geschäftiges Treiben. Die ältesten Häuser wurden im 13. Jh. errichtet und spiegeln den Reichtum der Stadt wieder.


Heute noch ist die schmale Gasse mit ihren versteckten Seitengängen


und Spezialitätenläden das wichtigste Einkaufszentrum der Stadt.


Die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus aus dem frühen 14. Jh. fällt durch ihre 2 Turmuhren auf.


Mit Blick auf die Texelgruppe verlassen wir Meran und unser Freunde und fahren zurück nach Kaltern.


Ein sonniger Tag mit 26 Grad neigt sich dem Ende zu.

Dienstag, 30. 09.

Kaltern - Neumarkt - Mezzocorona - Val di Non - Mendelpass - Kaltern

gefahrene km 100

Heute wollen wir einen Ausflug Richtung Süden machen. Bei herrlichem Sonnenschein und 26 Grad starten wir. Unser erster Halt ist in Neumarkt. Hier herrscht bereits emsiges Treiben, denn es ist Markttag.



Kern des lebendigen Ortes ist die mittelalterliche Laubengasse


und die Andreas - Hofer - Straße. Die Gebäude stammen in ihrer Grundsubstanz aus


dem 15 - 17 Jh. Das Zentrum wurde behutsam restauriert. Dennoch wirkt es nicht museal oder herausgeputzt.



Zum Schluß werfen wir einen Blick in die Pfarrkirche St. Nikolaus. 1203 wurde sie als romanische St. - Gallus - Kirche erwähnt.


Der barocke Hochaltar stammt aus 1750.


Wir folgen dem Etschtal und bei der Salurner Klause verlassen wir das deutschsprachige Südtirol und sind nun im italienisch geprägten Trentino. Zwischen Weinreben und bewaldeten Bergen liegt Mezzocorona. Das bunte Dach der Kirche erweckt unsere Neugier.


Ein Parkplatz ist schnell gefunden, mitten am Stadtplatz, ideal für eine kurze Besichtigung.
Das Stadtbild wird von der Chiesa Pievana di Santa Maria Assunta beherrscht.


Ein elektizistischer Neubau über einer Vorgängerkirche des 12. Jh. mit Neorenaissance Kuppel, neoromanischer Fassade und neobarockem Kirchturm.




























7. Mai 2014

Elsass Cote du Rhone Eine geführte Reise mit ACSI 2013 Teil 1


Elsass - Jura - Cote du - Rhone

Reiseroute

Ansfelden - Lindau - Freiburg im Breisgau - Ribeauville  / Elsass - Lons - le - Saunier / Jura - St - Donat - sur - Herbasse / Cote du Rhone Nord - Vaisson - la - Romaine / Cote du Rhone Süd - Apt / Luberon - Sisteron - Briancon - Montgenevre - Mailand - Peschiera / Gardasee -
Rasun / Antholzertal - Maltatal / Kärnten - Stadl / Mur Steiermark - Ansfelden

Teil 1

Ansfelden - Lindau - Freiburg - Ribeauville

29. 08.    1. Reisetag

Ansfelden - Lindau am Bodensee
km 445    Fahrzeit mit Pausen 6 h 20
Bei herrlichem Sonnenschein starten wir in der Früh. Auf der A 1 kommen wir zügig voran und passieren nach 1 h 30 die Grenze zu Deutschland. Am Chiemsee halten wir und vertreten uns die Füße.


Nach der Pause fahren wir weiter. Keine 10 Minuten sind seit der Weiterreise vergangen und schon ist es mit dem Fahren vorbei. Ab jetzt ist Stop and Go angesagt und so geht es bis zum Hofoldinger Forst weiter. Ganz schlimm wird es durch München und wir bereuen nicht die Strecke über Deggendorf gefahren zu sein. Aber allmählich wird der Verkehr weniger und nach einer Mittagsrast erreichen wir ohne Probleme unseren CP
Gitzenweiler Hof am Bodensee


Schnell finden wir ein Plätzchen auf dem noch gut besuchten CP.
Zuerst werden die Sanitäranlagen besichtigt, die sind ausgezeichnet , komfortabel und sauber.
Beim Aufstellen unseres WW kommen wir noch ins schwitzen, immerhin haben wir noch 26 Grad. Dann ist endlich relaxen angesagt. Nach einem kurzen Besichtigungsrundgang landen wir in der Pizzeria am Platz. Leider entspricht die Pizza nicht unserer Vorstellung, sie ist matschig und geschmacklos. Aber vielleicht sind wir auch nur zu anspruchsvoll. Etwas enttäuscht endet unser erster Urlaubstag.
Wetter Sonne 26 Grad.

30. 08.  2. Reisetag
Lindau - Friedrichshafen
km ca. 60  Tagesausflug
Bei bewölktem Himmel fahren wir nach Friedrichshafen der Zeppelinstadt, mit Sitz einer vielseitigen Industrie sowie wichtiger Bodenseehafen. Im Parkhaus in der Nähe des Hafens finden wir schnell einen Parkplatz.


Unser Weg führt  zum 1933 fertig gestellten Hafenbahnhof, und ins
Zeppelin Museum


Im Foyer des Museums bestaunen wir einen Maybach DS 8 Zeppelin. Zeppelin und Maybach waren in den 1920er und 1930er Jahren Begriffe mit hoher Werbewirksamkeit. Folglich gab Maybach dem größten luxuriösesten und teuersten Automobil seinen Namen.


Wir sehen einige Überreste der Hindenburg, wie hier die Maschinengondel.



    
Dann begeben wir uns zu der originalgetreuen Rekonstruktion eines 33 m langen Teilstücks von LZ 129 Hindenburg.Sie vermittelt die Zeppelin Begeisterung jener Zeit und man kann die Fahrten rund um die Welt lebendig nachempfinden.

Über das Fallreep
tauchen wir in die Glanzzeiten der fliegenden Silberzigarre ein.


Anschließend mischen wir uns unter das bunte Treiben am Markt.

                                   

Im Strom der Touristen lassen wir uns weiter treiben, bummeln entlang der Seepromenade


Über die Seebrücke erreichen wir den Aussichtsturm.
Von hier oben haben wir einen schönen Blick auf die Stadt und die Schlosskirche mit dem Schloss, dem Wohnsitz des Herzogs von Württemberg.


Schnell das Auto aus der Garage holen und schon geht die Fahrt weiter. Frau Navi bringt uns auf Schleichwegen schnell und sicher zum nächsten Ziel dem
Dornier Museum
am Friedrichshafener Flughafen


Nach einem vorzüglichen Essen im Restaurant mit Blick auf das Rollfeld starten wir gestärkt unsere Besichtigung.
Auf einer Reise durch die vergangenen 100 Jahre Luft und Raumfahrtgeschichte werden die innovativen und wegweisenden Konstruktionen des Flugpioniers Claude Dornier und des Dornier Konzerns erlebbar.

Die einem Flugzeughangar nachempfundene Architektur beherbergt auf 5000 qm 400 Exponate.
Darunter den Nachbau des legendären Flugboots WAL N25. Der Polarforscher Roald Amundsen brach mit ihm im Jahre 1925 auf, um den Nordpol zu erreichen.


Einen Neuzugang können wir auch bewundern. Ein Geschenk an das Museum wird gerade hineingefahren. Es ist die Maschine des unvergessenen Franz Josef Strauß.


Nun wollen wir frische Seeluft schnuppern und fahren nach
Lindau.
Sie ist die größte Stadt am bayerischen Bodenseeufer. Über die Seebrücke fahren wir auf die malerische Inselstadt im See.


Am Parkplatz bei der Inselhalle beginnen wir unseren Rundgang durch die Altstadt.
Die evangelische Stadtpfarrkirche an der Ostseite des Marktplatzes ist unser erstes Ziel.


Hell und licht wirkt der Kirchenraum, dessen Grundstein im 12. Jh. gelegt wurde. Verspielte Stuckornamente aus der Zeit des Rokoko und farbig leuchtende Chorfenster aus heutiger Zeit bestätigen diesen Eindruck.


Gegenüber krönt das Haus des Canazzen mit seinen 1963 erneuerten Wandmalereien den Platz. Es wurde nach einem Stadtbrand 1729/30 von dem Baumeister Grubenmann aus Teufen im Appenzeller Land neu erbaut und galt als schönstes Haus am Bodensee.


Dann kommen wir in die Maximilianstraße, mit ihren schmucken Patrizierhäusern


und Laubengängen, den sogenannten Brodlauben.


Mit seiner farbenprächtigen Fassade präsentiert sich das Alte Rathaus am Reichsplatz. Es wurde 1422-1436 errichtet und 1578 im Renaissancestil umgebaut.


Wir bummeln nun zur Promenade vor der Lindauer Hafeneinfahrt. Wuchtig erhebt sich der Alte Leuchtturm oder Mangturm genannt vor uns, er wurde im 13. Jh. erbaut und war ein markanter Punkt in der ehemaligen Stadtbefestigung.

                                            

Das Wahrzeichen der Stadt liegt nun vor uns. Auf den beiden Molen der 6 m hohe bayerische Löwe und der 33 m hohe Neue Leuchtturm, von dem sich eine herrliche Aussicht auf die Stadt und die Alpen bietet.


Wetter Sonne, 28 Grad

31.08.  3. Reisetag
Bad Waldsee Tagesausflug
km ca. 120
Heute besichtigen wir das Hymer Museum in Bad Waldsee. Im Laufe des Vormittags brechen wir auf. Frau Navi führt uns auch heute auf Schleichwegen ans Ziel. Mit unserer Dethleffs Family Card bekommen wir ermäßigten Eintritt.
Wir treten ein und kommen zum ersten WW, der von Arist Dethleffs gebaut wurde


Dann erweckt diese Kombination unser Interesse. Mitte der 70er Jahre traf im Isnyer Dethleffs Werk eine ungewöhnliche Anfrage aus Tschechien ein. Ein Camper, der unbedingt einen Dethleffs WW besitzen wollte, bot aufgrund mangelnder Devisen an, sein betagtes Auto, ein Praga Piccolo Cabriolet
gegen einen neuen WW einzutauschen. Dethleffs willigte ein, holte das Fahrzeug nach Deutschland und restaurierte es komplett.


Das ist das erste Wohnwagenmodell aus dem Hause Dethleffs, das den Namen Globetrotter erhielt.


Es handelte sich dabei um eine Kombination aus Hubdach - Cabrio und geschlossenem WW, der bis  6 Personen ausgelegt war.


Der Wittener WW von Schollmeyer und Mahler, der sogenannte Volkswohnwagen, war ein ideales Campingfahrzeug für Käfer Fahrer.
Er war leicht und hatte in eingefahrenem Zustand einen geringen Luftwiderstand.

                                   

Das Knaus Schwalbennest darf natürlich nicht fehlen. 1961 stellte Helmut Knaus den WW vor.

                                   

Der Kleinstwohnwagen eignete sich besonders für jüngere Campingeinsteiger.


Ein schönes Gespann der Opel Rekord P1 und der Fahti Luxuswohnwagen.


Dann erholen wir uns bei einer Reise durch Lappland


Und lassen uns vom Polarlicht verzaubern,


Ein Lamborghini Espada1 mit Anhängerkupplung lässt uns staunen. Das hier gezeigte Modell dürfte das wohl weltweit einzige mit einer Anhängekupplung sein.


Langsam werden wir aber müde. Wir begutachten noch ein Hymermobil 660 D. 1981 war es das größte Reisemobil der sogenannten S - Klasse. Auch für gehobene Ansprüche war der 660er ausreichend, je nach Innenausstattung bot er bis zu 6 Personen Platz.


Langsam gehen wir zurück und verlassen das Museum. Am Parkplatz sehen wir dann noch diesen hübschen Puch 500.


Als nächstes ist shoppen dran. Ein Stopp bei Movera muß sein. Wir ergänzen unsere Küchenutensilien und kaufen noch ein paar Kleinigkeiten.
Gut gelaunt setzen wir unsere Fahrt nach
Bad Waldsee fort.


Idyllisch eingebettet zwischen zwei Seen in der waldreichen Landschaft Oberschwabens liegt das alte Kurstädtchen.


Bei der Pfarrkirche St. Peter mit ihren markanten Doppeltürmen beginnen wir unseren Rundgang. Bis ins 11. Jh. geht ihre Geschichte zurück. Die daraus erwachsende Augustinerchorherren gewannen an Macht und Einfluss und bestimmten das Leben der Gemeinde bis ins Jahr 1788. Im Zeitalter des Barock wurde die Kirche innen und außen umgestaltet.


Das Kircheninnere wird geprägt von dem am Chorabschluss stehenden, barocken Hochaltar, der 1712 von Dominikus Zimmermann, berühmt für die von ihm erbaute Wieskirche, geschaffen wurde.


Im linken Seitenschiff steht der sogenannte Eiserne Mann, ein prächtiges, vergoldetes Bronzeepitaph aus der Frührenaissance für Truchseß Georg I.

Auf dem Platz zwischen der Kirche und dem Franziskanerkloster finden wir den Gut - Betha - Brunnen. Er wurde zu Ehren der Waldseerin Elisabeth Achler errichtet - die überall als die selige Gute Beth bekannt war.


Wir gehen weiter. Stolz erhebt sich das Rathaus 1426 vom Bürgermeister Ulrich Kuderer erbaut vor uns. Im Rathaus traf man sich zu Trinkgelagen und Kartenspielen, bis 1610 unter Erzherzog Maximilian von Österreich ein neues Wahlrecht geschaffen wurde. Der Giebel des Rathauses wird von Justitia gekrönt, allen zur Mahnung hält sie die Waage der Gerechtigkeit über die Stadt. Darunter beschützt ein Engel die Wappen Österreichs und Waldsees.


Dem Rathaus gegenüber liegt breit und ruhig das Kornhaus.Getreide war das Hauptnahrungsmittel, war das Kornhaus voll, brauchte die Stadt keinen Hunger leiden. Schon 1348 wird ein Kornhaus erwähnt, aber das heutige Aussehen mit dem gotischen Staffelgiebel stammt aus dem Jahr 1492.


Wetter Sonne 25 Grad

01.09.   4. Reisetag
Lindau - Freiburg im Breisgau
km 180  Fahrzeit 2 h 45
Wir fahren entlang des Bodensees bevor wir auf die Autobahn abbiegen. Es ist kein Verkehr und wir kommen schnell an unser Ziel. Noch vor der Mittagspause erreichen wir den
Camping Hirzberg in Freiburg.
Der Besitzer freut sich über unseren erneuten Besuch. Für die eine Nacht dürfen wir am Stellplatz vor dem Sanitärgebäude stehen. Das ist uns recht, so haben wir kurze Wege zu gehen.
Hier brauchen wir das Sanitärgebäde nicht besichtigen, wir kennen es ja. Wie immer tip top sauber. Einige Camper bekritteln das fehlende Toilettenpapier, für uns kein Problem, wir nehmen immer unser eigenes.
Am Nachmittag gehen wir zu Fuß in die Stadt. Gehzeit ca. 30 Minuten.
Entlang der für Freiburg typischen Bächlein erreichen wir das Zentrum.


Wir landen beim Historischen Kaufhaus am Münsterplatz, erbaut zwischen 1520 und 1532 von Lienhart Müller. Eine Reverenz an das Haus Habsburg stellen die Wappen und der Figurenschmuck der Hauptfassade von Hans Sixt von Staufen dar.


Blickfang ist aber das aus rotem Sandstein erbaute Münster. Berühmt vor allem wegen seiner einzigartigen, durchbrochenen Turmspitze. Leider können wir sie nicht sehen.


Im Strom der Menge kommen wir zum Neuen Rathaus. Das im Stil der Spätgotik und Renaissance erbaute Gebäude ist ein beliebtes Fotomotiv.


Klare sachliche Formen zeigt seit seinem Wiederaufbau das Alte Rathaus. Den wiederaufgerichteten Giebel schmücken die Wappen von Österreich und Freiburg, Niederösterreich und Oberelsass. Über der Uhr erscheint der Doppeladler des Heiligen Römischen Reiches, mit den Wappen Ungarns und Böhmens unter dem Herzschild mit Österreich und Kastilien.


Dann machen wir im Franziskanerkeller Pause. Das Essen ist preiswert und schmeckt vorzüglich.
Vom Bierpreis sind wir allerdings geschockt. 4,20 Euro, ein stolzer Preis und bis heute war es das teuerste Bier. ( ausgenommen Skandinavien )


Entlang des Flüsschens Dreisam spazieren wir zurück zum CP.


Aber der Rückweg dauert ewig. Am CP angekommen haben wir Appetit auf Kaffee und Kuchen. Kein Problem, Kuchen gibt es am CP zu kaufen, also inzwischen Kaffeemaschine auspacken. Aber oh Schreck, die Kaffeemaschine ist da, aber wo ist das Teil für die Kapseln ? Ja, wo ist es wohl, beim Abwaschbecken am Gitzenweiler liegengelassen. Wir haben zur Not löslichen Kaffee mit, aber die nächsten 4 -5 Wochen nur diese Brühe trinken, nein danke. So endet der Tag ohne KAFFEE.

Wetter Sonne 20 Grad, aber der nahende Herbst ist schon zu spüren.

02.09.    5. Reisetag
Freiburg - Ribeauville
km. 87  Fahrzeit  1 h 30
Wir haben Glück, in der Nähe des CP ist ein Tschibo Laden. Nach einigem hin und her kaufen wir eine neue Kaffeemaschine, da es den Teil für die Kapseln angeblich nicht gibt. ( zu Hause haben wir dieses Teil sofort gratis bekommen )
Einer Weiterreise steht also nichts mehr im Wege. Aber Frau Navi spielt verrückt, so fahren wir wie in früheren Zeiten mit Landkarte und Wegweiser weiter. Nach einigen Irrfahrten finden wir unseren Treffpunkt in Ribeauville, den
CP Pierre De Coubertin.
Am Empfang werden wir freundlich begrüßt.


Das Reiseleiterpaar  Christine und Paul Vandewalle und einige Reiseteilnehmer sind auch schon da.
Langsam fahren wir auf unseren Platz und das Begrüßungskomitee wartet schon.


Dann ist das Sanitärgebäude an der Reihe, es ist zwar nicht auf dem neuesten Stand, aber sauber und in Ordnung.
Am Nachmittag ist einkaufen angesagt, in der Nähe ist ein Supermarkt. Die ersten Elsässer Weine werden gekauft, Baguette darf nicht fehlen, einiges zum Grillen.
Den Rest des Tages verbringen wir mit plaudern und neuen Bekanntschaften  schließen.

Wetter Sonne 25 Grad, aber windig.

03.09.  6. Reisetag
Ausflug zur Haut Koenigsbourg
Am späten Vormittag machen wir uns auf den Weg zur Burg.
Die 260 m lange Anlage ist schon von weitem zu sehen. Sie thront als Gipfelburg in 757 m Höhe am Ostrand der Vogesen auf einem mächtigen Buntsandsteinfelsen hoch über der Oberrheinischen Tiefebene und ist eine der höchstgelegenen Burgen des Elsass.


Auf der steilen Bergstraße mit mehreren Serpentinen erreichen wir unseren Parkplatz am Straßenrand.


Leicht bergauf gehen wir nun zu Fuß weiter, nach 15 Minuten haben wir es geschafft.
Unter einer Dunstglocke versteckt sich das Rheintal und wir ahnen, heute könnte es etwas zu warm werden.


So bequem wie wir hat es diese Reisegesellschaft nicht. Steil und steinig ist ihr Weg und sie sind auch schon etwas angeschlagen. Aber es hilft nicht, sie müssen umkehren. Hier geht es nicht weiter.


Wir gehen weiter zur Burg. Die Burg ist eine zu Beginn des 20. Jh. rekonstruierte Burg bei Orschwiller im Elsass. Sie ist mit 600.000 Besuchern die meistbesuchte Burg der Region.


Bei ihrer Erbauung im 12. Jh. nahm die Burg eine strategische Position ein. Sie diente der Überwachung der Handelsstraßen, der Wein und Kornstraße im Norden und der von Westen nach Osten verlaufenden Silber und Salzstraße.


Im 30 jährigen Krieg wurde sie von den Schweden zerstört und verlassen. 1899 begann Kaiser Wilhelm II. mit der vollständigen Restaurierung der Burg.

                                                   

Obwohl der Wiederaufbau der Burg erst in neuerer Zeit stattfand, folgte er getreu der mittelalterlichen Architektur.


Eindrucksvoll gestaltet sich das Burginnere mit seinen Räumen


Wandmalereien



und Möbeln.

Eine mittelalterliche Waffensammlung mit Armbrusten befindet sich im Untergeschoß.


Müde und geschafft treten wir die Rückfahrt an. Franz Josef  ist bei unserer Rückkehr noch mit Zeitunglesen beschäftigt.
 
                                                 

Den Abend verbringen wir in geselliger Runde mit einigen Reiseteilnehmern.
Wetter  Sonne  26 Grad  etwas windig
weiter Teil 2